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Zum neuen Buch: "Brauchtum in der Westeifel"

 

Vorwort zum Maifeldkochbuch

Heimat kann man schmecken 

Einst verpönt, heute in aller Munde: der Begriff "Heimat". Dieser Terminus war einst  - bedingt durch die unrühmliche Vergangenheit - negativ besetzt, doch in den letzten Jahrzehnten gelang ihm eine wundersame Renaissance. Und das ist gut so!

Heimat ist dem Menschen ureigen, keiner ist ohne Heimat - zumindest ohne Heimat gewesen. Mit Heimat assoziiert man Vertrautheit, Geborgenheit, Bekanntheit. Sie ist der Ort der räumlichen und sozialen Identifikation. Heimat ist Rechtsgut, Lebensweise, die Gesamtheit der Lebensumstände, in denen man als Mensch aufwächst. Ob Ort, Dorf, Stadt, Region und Vaterland - Heimat ist dem Menschen zunächst angeboren. Was später geschieht, kann der Mensch selbst beeinflussen.

Heimat ist unverwechselbar und kostbar, jedenfalls für den, dem Mitmenschen, Natur und Lebensumfeld etwas bedeuten. Wie arm ist derjenige, der das sozial vertraute Umland, seine Nachbarn, Freunde, Verwandte, die Landschaft, seine Mutterkirche, die Gewohnheiten, Kindheitserinnerungen, Begegnungen, Mundart, die vertraute Tier- und Pflanzenwelt einfach ignoriert? Heimat bedeutet für die meisten Menschen daher Lebensquell, Elixier und Sinngebung. Heimat ist auch, wo mir "der oder die Liebste" nahe ist, wo Freundlichkeit, Unterhaltung und Werte gelebt werden.

"Vergangen ist so manches Jahr, da Eifler sein nicht rühmlich war", so hieß es noch um 1890 in einem Gedicht über unsere Eifelheimat. Doch schon wenige Jahrzehnte später sagt der gleiche Verfasser: "Heut' woll'n wir alle Eifeler sein". Ob Vulkan-, Süd, Ost- oder Nordeifel, ob wild- und waldreiche Naturparks, die zerklüftete Maarlandschaft, die fruchtbare Ebene des Maifeldes, die vielen Wasserläufe der Nebenflüsse von Rhein und Mosel, der neue Eifelsteig - die Eifel ist heute "wer".

Zur Kultur unserer Region zählt neben der bunt gemischten Mundart, den zahllosen Erzählungen und Sagen, den Bräuchen und Sitten, den volkstümlichen Gedichten, Liedern und Reimen auch die Ess- und Trinkkultur. Alte Rezepte zum Kochen und Backen, aber auch die Herstellung der Speisen und ihre Vorbereitung - alles zusammen ergibt ein wichtiges Stück Kultur. Wie und wann wurde geschlachtet, wann machte Oma was und wie  in die Gläser ein, wie wurde ein "Aufgesetzter" hergestellt, wie Fleisch gepökelt und Obst gedörrt, wie gebuttert und in welcher Folge das Backhaus genutzt - diese Fragen beschäftigen neuerdings viele Volkskundler.

Doch das Wichtigste ist: Was kam auf den Tisch? Welche originellen Speisen kochte die Hausfrau, was backte sie für den Sonntagskaffee, welche Getränke bot das alte Eifelhaus? Wie war der Tischschmuck, was wurde gebetet und wie war die "Sitzfolge" am massiven Esstisch?

Hier gab es einst große Unterschiede: War die Familie begütert oder eher arm? Produzierte man die Lebensmittel selbst im häuslichen Garten, im Stall? Werktags- und Sonntagsmahlzeiten hoben sich erheblich voneinander ab. Ein Höhepunkt im "kulinarischen Eifelkalender": die Kirmes, ebenso Familienfeste wie Hochzeiten oder Kindstaufen.

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Eefeler Museumskech

Museumsküche gebaut

Klein, aber fein: Auf meinem Privatgelände schuf ich in  den letzten Monaten mit Hilfe einiger Freunde eine alte Eifeler  Museumsküche.
Auf Wunsch und bei vorheriger Anmeldung kann diese auch besichtigt werden.

Die "Eefeler Kech" beinhaltet so alles, was in früheren  Jahrhunderten ihr "Wesen" ausmachte. Von der "Hoal" (Kesselhaken) mit "Hoarscht" (Räucherkamin) über einen altehrwürdigen Herd und Kochutensilien bis hin zur Kannenbank mit unterschiedlichsten Schüsseln, Tassen, Backmodeln und  Kaffeemühlen. Im "gemütlichen Teil" der Eifelküche steht der eicherne Tisch mit Stuhlpaar, an den Wänden künden Bilder und Stickereien vom häuslichen Schaffen. Nicht fehlen dürfen auch das Spinnrad, der Spülstein, Bestecke und der  "Bechel" (Butterfass).
In den Ablagen und Regalen stehen etwa 100 Kannen und Gefäße, die  früher in Gebrauch waren.
Weiter gehören zum Inventar die Hausbibel, Gebetbücher, ein Kreuz, eine Eifelkarte, persönliche Fotos, ein Kochbuch von  1900 und viele weitere Details.

Passend zum kleinen Museum erscheint im nächsten Jahr ein  Buch mit alten Eifelrezepten. Titel: "Was Oma einst anrichtete".

Gäste sind herzlich willkommen!

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Buchvorstellung in Bleialf -Brauchtum in der Westeifel
Ein Bildband über traditionelle Sitten und Gebräuche in der Westeifel

Am Freitag, 19. März,stellte ich in der Buchhandlung Hahn in Bleialf mein neues
Eifelbuch vor. Der Titel meines 9. Buches: "Brauchtum in der Westeifel".
Die Veranstaltung war gut besucht. Den Verlag vertrat Verlagsrepräsentant Daniel Gotzen aus Albstadt, aus Bleialf waren neben Freunden, Geschäftsleuten und Vereinsvertretern auch Ortsbürgermeisterin Edith Baur anwesend.
Cordula Hahn war eine nette Gastgeberin, die es sich nicht nehmen ließ, alle herzlich willkommen zu heißen und ein Gläschen zu spendieren.
Ich selbst erläuterte in meinem Vortrag die Bedeutung der Bräuche als Kulturgüter der Eifel und wichtige Säulen einer Gemeinschaft. "Bräuche stiften Identität und stärken den Gemeinschaftssinn", so mein Credo.

Foto-Impressionen von der Buchvorstellung
Fotograf: Udo Schikora


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Zum neuen Buch: "Brauchtum in der Westeifel"

In der ländlichen Region zwischen Kyll und Schneifel hat sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eine Vielzahl von traditionellen Bräuchen erhalten, die heute teilweise vom Aussterben bedroht sind. Der Prümer Erfolgsautor Joachim Schröder präsentiert in diesem reich illustrierten Bildband anhand von über 150 Fotografien aus den Jahren zwischen 1930 und 1980 dem Jahreslauf folgend die typischen Bräuche der Westeifel, vom Sternsingen über die Burgfeuer oder die Schönecker Eierlage bis hin zum Erntedank und dem Krippenbau. Ein zweiter Abschnitt folgt dem persönlichen Lebenslauf, von der Taufe über Kommunion und Hochzeit bis zum Begräbnis. Dieser Bildband lädt ein zum Erinnern und hält das traditionelle Brauchtum für die Nachgeborenen fest.
In der Westeifel waren über Jahrhunderte hinweg Traditionen und Bräuche unverzichtbare Begleiter im Jahreslauf. Vorchristliche Rituale, die oftmals der Bitte um gutes Wetter und gute Ernten dienten, wurden im Laufe der Zeit meist von christlichen Inhalten überwölbt. Oftmals konnten sie bis in unsere Tage in der landwirtschaftlich geprägten Region ihre Bedeutung bewahren.
In faszinierenden Fotografien zeigen Sternsinger und Fastnachtsgesellschaften, beeindruckende Burgfeuer und Feuerräder, österlich geschmückte Marktplätze, das Maibaumstellen und die Echternacher Springprozession, Ernteumzüge oder die prächtigen Krippen in den Gotteshäusern der Region.
Aufnahmen von Taufen, Kommunionsfeiern oder Hochzeitsgesellschaften dokumentieren die besonderen Bräuche der Eifelgemeinden, aber auch den Wandel der Moden und Lebensstile. Bilder von “Schariwari”-Aufzügen erinnern an die unangenehmen Formen von sozialer Kontrolle in kleinen Dörfern, Fotos von fröhlichen jungen Männern belegen, dass die Musterung, heute nur noch eine lästige Pflicht, einst ein gefeierter Schritt ins Erwachsenenleben war.

Das Buch ist ab sofort bei mir erhältlich.

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Guter Platz bei Fotowettbewerb

Einen guten 4. Platz konnte ich beim national ausgeschriebenen Fotowettbewerb "Landschaften in Nordrhein-Westfalen" belegen.
Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hatte den Fotowettbewerb unter strengster Vorgabe und entsprechender Kriterien ausgeschrieben. Typische Landschaften des Landes NRW - von der Eifel über das Sauer- und Weserbergland bis zum Niederrhein und der Westfälischen Bucht - sollten sich lokalidentisch präsentieren und typische Landschaftszüge widerspiegeln.
So sah ich mich aufgefordert, meine Eifelheimat (im nordrhein-westfälischen Teil) zu präsentieren: Ich wählte das Wacholdergebiet in Blankenheim-Alendorf, das zu den größten seiner Art in Deutschland gehört und einzigartige Naturdenkmäler aufbietet. Das Gebiet rund um die kleine Ortschaft mit dem Kalvarienberg als "Höhepunkt" ist ein typisches Stück Eifelnatur in diesem nördlichen Teil der Eifel.
Groß war meine Freude, als in diesen Tagen die Nachricht aus Düsseldorf ins Haus flatterte.  Das Foto erscheint in Kürze zusammen mit den anderen elf Gewinnerfotos im "Umweltkalender 2010", den das Ministerium herausgibt. Vorab schon hier - das Foto aus Alendorf.
Zur kostenlosen Kalenderbestellung

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Gute Resonanz - viel Zuspruch

Gerolstein war Gastgeber bei der Vorstellung des neuen Eifelbuches von Joachim Schröder. Die Buchhandlung Raabe in der Bahnhofstraße bot dazu den würdigen Rahmen.

Leslie Raabe begrüßte zahlreiche Besucher, Verlags-Mitarbeiter Daniel Gotzen stellte das Herbstprogramm und die Neuerscheinungen des Sutton-Verlages vor, darunter auch zwei neue Eifel-Publikationen.

Buchautor Joachim Schröder bezeichnete Gerolstein als "Fundort und Quellarchiv", denn durch die Jahrzehnte lange Tätigkeit von Berufsfotograf Fredy Lange lagert hier eine Vielzahl von historisch wertvollem Bildmaterial. Schröder dankte Lehrer Heinz Schmitz für die Vermittlung zu der Lange-Nachfahrin, die ihrerseits die Bilder zur Veröffentlichung freigab.

In seiner Rede plädierte Joachim Schröder für eine Rückbesinnung auf alte Kulturwerte der Eifel. "Mundart, Brauchtum, Sitten, altes Liedgut, Heischegesänge und tradiertes Kulturgut aller Art dürfen nicht der Vergessenheit preisgegeben werden", so der Autor. "Wir sind es unseren Nachkommen schuldig, Bewahrtes zu erhalten", appellierte der Autor an das aufmerksame Publikum.

Das neue Eifelbuch "Leben und Arbeiten in der Vulkan- und Westeifel" bietet mit 160 historischen Aufnahmen die Möglichkeit, Rückschau zu halten und Einblick zu gewinnen in die Lebenswelt des letzten Jahrhundert.

Das Buch ist in allen Buchhandlungen und beim Autor erhältlich (Telefon 06556-7311).

Foto-Impressionen von der Buchvorstellung
Fotograf: Udo Schikora

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Joachim Schröder - Mühlenweg 14 - 54597 Pronsfeld - Telefon 06556 - 7311 - e-Mail: info@joachim-schroeder.com